Wie jedes Jahr feiern wir am Ende des Faschings meinen Geburtstag mit einer Faschingsparty. Die Großfamilie kommt zu Besuch, mit Sorgfalt sind die Verkleidungen ausgewählt und die Spannung ist groß. Natürlich sind nicht nur die Kinder, sondern auch alle Erwachsenen verkleidet.
Lenie (gut 4 J.) ist krank, nicht mehr ganz schlimm, aber noch nicht fit genug für den Kindergarten. Wir genießen einen Vormittag ganz ohne Konkurrenz des großen Bruders. Ich nehme mir nur für Lenie Zeit und wir plaudern, spielen, lesen und puzzlen sehr gemütlich miteinander. Natürlich müssen wir auch Lenies Lieblingsspiel Verstecken spielen (eigentlich ist es das Lieblingsspiel all unserer Enkelkinder, mit Ausnahme von Samuel, 8 Mon.).
Gabriel (4 ½ J.) und Jakob (2 ½ J.) sind unsere Gäste – zwei Übernachtungen und natürlich auch die dazugehörenden Tage. Wir spielen mit Tierfiguren, bauen Garagen für unsere Autos und beschäftigen uns mit Märchen- und Wimmelbüchern. Die Jungs hören aufmerksam zu, schauen, suchen und finden vieles in den tollen Bilderbüchern. Irgendwann fällt uns aber die Decke auf den Kopf.
Es ist so weit, unser jährliches Weihnachts–Fotoshooting rückt näher. Ich freue mich darauf, es ist das erste Mal mit sechs Enkelkindern. Natürlich ist es eine Herausforderung, alle Kinder gleichzeitig mit freundlichen Gesichtern ins Bild zu bekommen. Gut, dass es digitale Kameras gibt, bei denen es kostentechnisch egal ist, ob man 10-mal oder 100-mal den Auslöser betätigt.
Mit seinen fünf Monaten wird Samuel für seine Schwester, Cousins und Cousine langsam interessant. Samuel beobachtet alles um sich herum mit großen, interessierten Augen und freut sich über jede Zuwendung. Alle, die ihn anlachen, mit ihm plaudern und schäkern, belohnt er mit einem freundlichen Lächeln oder gar mit herzerfrischendem schallendem Babylachen. Seine große Schwester Antonia (2 ⅓J.) weiß aber auch um die Gefahren, die lauern, wenn sie Samuel zu nahe kommt. Samuel hat geschwinde Hände und sein Greifreflex funktioniert super. Kaum nähert sich Antonia seinem Gesicht, strahlt er sie an und schnappt gleichzeitig ihre Haare um fest daran zu ziehen.
Ich habe Antonia (2 J.) und Samuel (4 Mon.) schon über zwei Wochen nicht mehr gesehen und habe schon Sehnsucht nach ihnen. Heute Nachmittag freue ich mich auf einen Besuch bei ihnen, um wieder einmal gemeinsame Zeit verbringen zu können. Bei der Haustür werde ich von der ganzen Familie in Empfang genommen.