Familienfasching & kleine Alltagswunder – Ein Fest voller Lachen, Musik und kluger Sprüche
Das „Faschings-Gen“
Wir können Ärzte und Patienten, Saurier und Wikinger, Superheld und Disneyfiguren, Hexe und Gärtner bewundern. Ich freue mich jedes Jahr darüber, dass ich das „Faschings-Gen“ an unsere Töchter und diese es an unsere Enkelkinder weitergegeben haben.
Unbeobachtet
Das ist neu, die fünf älteren Enkerl – Jonas (6 ½ J.), Gabriel und Lenie (4 ½ J.) und Jakob und Antonia (2 ¾ J.) verziehen sich nach oben ins Kinderzimmer, ganz ohne elterliche Beaufsichtigung. Nur mehr der kleine Samuel (9 Mon.) bleibt bei den Erwachsenen. Das ist ein Verhältnis von 8 zu 1, wir sind extrem entspannt. Natürlich sind die Ohren in Alarmbereitschaft. Hin und wieder muss ein Streit geschlichtet oder ein Kind getröstet werden. Ein wenig beunruhigt sind wir, wenn wir gar nichts hören. Meistens können wir uns aber darauf verlassen, wenn jemand etwas Verbotenes tut, kommen die anderen um zu petzen.
Wir sind die Hüpfkinder
Wir sind eine sehr musikalische Familie. Als nach dem Kuchenessen wieder alle im Wohnzimmer versammelt sind, singen und tanzen wir. Bei dem Lied „Wir sind die Hüpfkinder“, dürfen sich die Kinder die Strophen aussuchen. Gemeinsam sind wir Hüpf-, Wackel-, Lauf-, Schlaf-, Tanz-, Schrei- oder Krabbelkinder. Immer wieder fällt ihnen etwas Neues ein. Samuel schaut vom Schoß seines Papas mit großen Augen zu, wir Frauen machen die Tanz-Animation. Beim „Körperteilblues“ lernen die Kleinen alle Körperteile zu benennen und die Musik reißt uns alle mit. Es ist lustig und herzerwärmend, mit welcher Begeisterung die Kinder mitmachen. Jonas, Gabriel und Lenie kennen die Lieder und wissen wie man sich dazu bewegt, Jakob und Antonia beobachten mit großer Aufmerksamkeit wie es funktioniert und schon sind sie dabei.
„Oma, gib net so an!“
Jonas ist krank und muss von der Schule zuhause bleiben. Zwei Vormittage darf er bei mir verbringen. Wir spielen was das Zeug hält. Jonas kann mittlerweile sogar ohne auszucken verlieren, das macht richtig Spaß.
Bei einem Spiel, dem „Dobble“, ist Jonas Weltmeister. Ich habe keine Chance gegen ihn zu gewinnen. Nach drei Durchgängen bekomme ich Übung, und da Jonas krankheitsbedingt ein wenig geschwächt ist, schaffe ich ein viel besseres Ergebnis als beim ersten Mal. Beim Mittagessen sage ich zu meinem Mann: „Gestern habe ich noch haushoch verloren, heute habe ich es geschafft, dass ich sogar ein wenig mehr Karten als Jonas gesammelt habe.“ Jonas wirft mir einen verächtlichen Blick zu und sagt: „Oma, gib net so an!“
Folge den Hinweisen
Jonas und Lenie spielen ihr selbst erfundenes Spiel – „Frösche verstecken“. Ein Kind versteckt eine Menge bunter Plastikfrösche im Raum, das andere muss sie suchen. Als sie die normalen Verstecke unter Polstern und auf Regalen langweilig finden, werden die beiden immer kreativer. Sie setzen die Frösche in Blumenstöcke oder verstecken sie in meinen Haaren oder in meiner Kleidung. Jonas kennt die Anzahl der Frösche und kontrolliert immer, ob alle gefunden wurden. Bevor ich das Abendessen richte, darf ich auch einmal suchen. Lenie sagt verschwörerisch zu mir: „Folge den Hinweisen!“ Ich kann keine Hinweise entdecken und frage: „Welche Hinweise?“ Lenies Antwort: „Die hot der Opa scho weggramt.“
Rechentalent
Jonas geht in die erste Klasse, seine Leidenschaft ist das Rechnen. Jonas braucht zum Rechnen keine Finger, er macht das im Kopf. Er kann sich die Zahlen oder Mengen vorstellen, merken und zusammenzählen. Opa stellt ihm eine Aufgabe: „Jonas, du hast 5 Freunde eingeladen und jeder bekommt ein Saftglas und ein Wasserglas, wie viele Gläser stehen auf dem Tisch?“ Jonas schaut konzentriert drein und nach einer Weile sagt er: „12.“ Mein Mann sagt: „Jonas, du hast doch nur fünf Freude eingeladen, 2 x 5 ist doch 10.“ Darauf sagt Jonas mit einer Selbstverständichkeit: „Ich bin ja auch noch da, darum sind es 12!“ Genial!